Ehemaliges Noftall-Einsatzfahrzeug NEF des Gesundheitszentrum Fricktal (GZF), stationiert an der Rettungswache in Eiken
Fahrgestell: Dacia Duster 110 dCi 4x4
Ausbau: unbekannt
Baujahr: 2013
Beladung/ Ausstattung:
Das Gesundheitszentrum Fricktal (GZF) beschaffte 2013 für seinen Rettungsdienst erstmals ein eigenes Zubringerfahrzeug für seine Anästhesiepfleger. Diese nehmen im Kanton Aargau eine mit dem
Notarzt in Deutschland vergleichbare Stellung ein. Bezeichnet wird dieses Zubringerfahrzeug vom GZF als Notfall-Einsatzfahrzeug und teilt sich damit mit dem deutschen Notarzteinsatzfahrzeug die
Abkürzung NEF. Bis zur Indienststellung des Notfall-Einsatzfahrzeuges arbeitete man beim GZF konsequent im klassischen Kompaktsystem. Auf jeder Schicht gehörte zu einer der diensthabenden,
zweiköpfigen Fahrzeugbesatzungen für Rettungswagen und Einsatzambulanzen ein Anästhesiepfleger. Mit dem Notfall-Einsatzfahrzeug hielt 2013 das Rendezvous-System Einzug beim GZF. An Werktagen besetzt
ein Anästhesiepfleger im Tagdienst als Alleinfahrer das Notfall-Einsatzfahrzeug. Mit diesem kann er nun losgelöst von einem Rettungswagen oder einer Einsatzambulanz zu Einsätzen ausrücken. Er kann
gezielt nachgefordert werden und ist schneller wieder einsatzbereit, wenn er bei einem Einsatz doch nicht oder nicht mehr benötigt wird. In der Nacht und an Wochenenden rückt der Anästhesiepfleger
aber weiterhin wie gehabt im Kompaktsystem mit Rettungswagen oder Einsatzambulanz aus.
Weil man beim GZF noch keine Erfahrungen mit dem Rendezvous-System hatte beschaffte man 2013 als erstes Notfall-Einsatzfahrzeug noch ein vergleichsweise günstiges und einfaches Fahrzeug in Form eines
Dacia Duster mit Allradantrieb. Zusätzlich zu seiner Aufgabe als Zubringer für den Anästhesiepfleger wird der Dacia auch noch als Fahrzeug für den Einsatzleiter bei rettungsdienstlichen
Großschadenslagen verwendet. Neben einer medizinischen Beladung führt das Fahrzeug daher auch eine überschaubare Ausrüstung zur Einsatzführung mit.
Als Fahrgestell dient dem Notfall-Einsatzfahrzeug des GZF ein Dacia Duster 110 dCi 4x4, also mit der Topmotorisierung für dieses Modell von 110 PS, mit Allradantrieb und Schaltgetriebe. Der Innenausbau eines unbekannten Herstellers besteht weitgehend aus Holz und nimmt den kompletten Fond und den Gepäckraum ein. Statt die Rücksitzbank für den Innenausbau ganz oder zumindest teilweise zu demontieren, wie in vergleichbaren Fahrzeugen häufig anzutreffen, wurde beim Fahrzeug des GZF die Rücksitzbank nur umgelegt und der Ausbau darauf montiert. Auf der linken Seite befindet sich im Fond ein bis unter die Decke reichender Schrank mit vier Schubladen für Kleinteile. Auf der rechten Seite befindet sich eine einfache Ablage mit Schienen zur Ladungssicherung, auf der eine Lucas-Reanimationshilfe mitgeführt wird. Vom Gepäckraum ist ein Regal zugänglich in dem die großen Ausrüstungsgegenstände wie das LifePak-EKG und der Notfallrucksack mitgeführt wird.
Der weiß lackierte Dacia Duster ist in einem auffälligen Design beklebt, zu dem neben blauen und leuchtgelben Flächen auch ein an das Battenburg-Design angelehntes rot-weißes Muster aus reflektierender Folie gehört. Herzstück der Sondersignalanlage ist ein Warnbalken Whelen Justice der oben auf der Dachrehling sitzt. Geschickt in die Rehling integriert sind die Fanfaren des Presslufthorns von Max Martin. Im Kühlergrill sitzen zwei Frontblitzer von Whelen und dahinter zwei Druckkammerlautsprecher. Zusätzlich befindet sich hinter der Windschutzscheibe ein Whelen Avenger als Scheibenblitz. Um den durch die geöffnete Heckklappe verdeckten Warnbalken zu kompensieren sitzen innen in der Klappe zwei Whelen ION als Heckblitzer.