Zug- und Transportfahrzeug ZTF der Regionalen Stützpunktfeuerwehr Teufen Bühler Gais, stationiert im Depot Bühler
Fahrgestell: Opel Campo 3.1 TD Sportscab
Aufbau: Sanwald Fahrzeugbau
Baujahr: 2001
Technische Daten:
Motor: Reihen-4-Zylinder-Turbodiesel
Antrieb: Allradantrieb, 4x4
Getriebe: Schaltgetriebe
Beladung/ Ausstattung:
Die Regionale Stützpunktfeuerwehr Teufen Bühler Gais verfügt an jedem ihrer drei Depots über ein sogenanntes Zug- und Transportfahrzeug, welches als Zugfahrzeug für die verschiedenen Feuerwehranhänger oder zum Mannschafts- und Materialtransport genutzt wird. Alle drei Zug- und Transportfahrzeuge wurden vom lokalen Karosseriebauer Sanwald auf unterschiedlichen Pick-Up-Fahrgestellen aufgebaut und verfügen daher auch über sehr ähnliche Aufbauten.
Für die 2002 noch eigenständige Feuerwehr Bühler, erst 2004 erfolgte der Zusammenschluss zur Regionalen Stützpunktfeuerwehr mit den Nachbarwehren aus Teufen und Gais, baute Sanwald Fahrzeugbau einen der vermutlich letzten gefertigten Opel Campo zum Zug- und Transportfahrzeug aus. Zwischen 1991 und Dezember 2001 liefen im englischen Luton bei IBC Vehicles Ltd. und später bei GM Manufacturing Luton unter dem Namen Campo auf dem Isuzu Faster basierende Pick-Ups für Opel vom Band. Während das Fahrgestell noch 2001 produziert wurde, erfolgte der Ausbau bei Sanwald über den Jahreswechsel hinweg und die Indienststellung des fertigen Fahrzeuges schließlich Anfang 2002.
Als Basis für das Bühler Zug- und Transportfahrzeug dient ein Opel Campo mit Allradantrieb und der Topmotorisierung in Form des 3.1 Turbodiesel-Motors mit 109 PS oder 80 kW. Bei der Kabine handelt
es sich um die zweitürige Sportscab mit vier Sitzplätzen, wobei die zweite Sitzreihe allenfalls als Notsitz für kurze Strecken aufgefasst werden kann.
Hinter der Kabine sitzt über der Hinterachse der kleine Pritschenaufbau von Sanwald Fahrzeugbau. Er hat an drei Seiten abklappbare Bordwände sowie eine feste Rückwand und ein festes Dach. Zu den
Seiten und zum Heck hin wird der Aufbau durch Planenelemente mit einem Aufrollmechanismus verschlossen. Bei Bedarf lässt sich durch die Bordwände und die Planenelemente der Aufbau zu den Seiten und
zum Heck hin komplett öffnen oder auch verschließen. In den Dachaufbau integriert ist mittig eine Leiteraufnahme auf der eine zweiteilige Schiebleiter mitgeführt wird. Die Aufnahme ragt über den
eigentlichen Aufbau über die Kabine hinaus und endet in einer geschlossenen Spitze, welche die mitgeführte Leiter schützt. Ferner sind in den Dachaufbau am Heck zwei zusätzliche
Fahrtrichtungsanzeiger integriert und an Front sowie Heck jeweils zwei kleine Arbeitsstellenscheinwerfer angebracht. Auf der Ladefläche befinden sich seitlich zwei zusammenklappbare Sitzbänke für je
zwei Personen. Beide Bänke sind längs zur Fahrtrichtung angeordnet. Wahlweise lässt sich der Opel so für den Material- oder den Personaltransport nutzen. Insgesamt lassen sich in der Kabine und auf
den beiden Sitzbänken im Aufbau acht Personen befördern. An der Frontwand befinden sich neben einer Staukiste für Ausrüstung auch verschiedene Halterungen für kleinere Ausrüstungsgegenstände. Neben
einer Schaufel und einem Feuerlöscher handelt es sich dabei vor allem um Material zur Verkehrsabsicherung.